Was ist eigentlich Binge Eating?

Die Binge Eating Störung oder Binge Eating Disorder ist neben Anorexie und Bulimie eine der häufigsten Essstörungen und wird umgangssprachlich auch als oft als Esssucht bezeichnet.


Menschen, die an einer Binge Eating Störung erkranken, leiden unter exzessiven und wiederkehrenden Essattacken, bei denen sie die Kontrolle über ihr Essverhalten verlieren. Während eines Fressanfalls schlingen Betroffene große Mengen Nahrung herunter, oft begleitet von Schuldgefühlen, Scham und Ekel.


Während Bulimiker nach einem Essanfall zu gewichtsreduzierenden Maßnahmen greifen, treffen Binge Eater keinerlei Gegenmaßnahmen, was oft (großes) Übergewicht zur Folge hat.


Betroffene leiden unter ihren Essanfällen und versuchen nicht selten, sie zu verheimlichen. Manche von ihnen versuchen die Nahrungsaufnahme zwischen den Essanfällen durch (strenge) Diäten zu beeinflussen, doch oft kommt es auch dort zu einem »Überessen«.


Menschen, die mit einer Binge-Eating-Störung kämpfen, haben nicht nur ein erhöhtes Risiko für körperliche Erkrankungen (Diabetes, Gelenkprobleme, Herz-Kreislauf-Störungen), sondern leiden oft auch unter Depressionen, Ängsten, einer posttraumatischer Belastungsstörung oder anderen psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen.