Was ist eigentlich eine Posttraumatische Belastungsstörung?

Eine Posttraumatische Belastungsstörung, auch Posttraumatisches Belastungssyndrom, Posttraumatisches Stresssyndrom oder kurz PTBS genannt, bezeichnet eine verzögerte seelische Reaktion auf ein extrem traumatisches Ereignis.


Dies kann eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalem Ausmaß sein, wie etwa ein schwer Unfall, ein Gewaltverbrechen oder eine Naturkatastrophe, in denen Betroffene Gefühle von Angst, Schutzlosigkeit, Hilflosigkeit und Kontrollverlust erleben.



Eine PTBS entsteht als Folge auf ein traumatisches Ereignis, doch obwohl über die Hälfte der Menschen mindestens einmal im Leben mit einem traumatischen Ereignis konfrontiert werden, liegt die Wahrscheinlichkeit im Anschluss an einer posttraumatischen Belastungsstörung zu erkranken bei durchschnittlich 10%. Wobei das Risiko bei durch Menschen hervorgerufene Traumatisierungen besonders hoch ist: Nach Gewaltverbrechen erkranken bis zu einem Drittel der Betroffenen.


Neurologische Prozesse sind nach aktuellem Stand jedoch noch nicht weitreichend erforscht.


Charakteristisch für Menschen, die an einer PTBS erkranken, ist das Wiedererleben der Geschehnisse in Form von Flashbacks, Intrusionen oder nächtlichen Alpträumen. Gleichzeitig leiden Betroffene unter emotionaler Abgestumpftheit, Gleich- und Teilnahmslosigkeit und vermeiden Situationen, die Erinnerungen an das Trauma hervorzurufen können. Weiteres Symptom sind eine vegetative Überregtheit, die sich durch Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit und hoher Wachsamkeit zeigen kann.